Klimabewusste Fortbildung Gesundheit schützen heißt für uns auch, die eigene Verantwortung ernst zu nehmen.
Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise. Hitze, Extremwetter und veränderte Infektionsrisiken gefährden Menschen und stellen die medizinische Versorgung vor zusätzliche Herausforderungen. Klimaschutz und Gesundheitsschutz gehören deshalb zusammen.
Für uns folgt daraus ein Anspruch an die eigene Arbeit: Wer medizinische Fortbildung organisiert, sollte nicht nur auf die Qualität der Inhalte achten, sondern auch darauf, unter welchen Bedingungen Wissen vermittelt wird. Deshalb gehört der bewusste Umgang mit Ressourcen zu unserem Lehrgangskonzept. Das betrifft die Anreise ebenso wie unsere Kursorganisation, das Essen und die Materialien, die wir verwenden.
Unsere Zertifizierung: 18 von 18 möglichen Punkten
Die Ärztekammer Schleswig-Holstein bewertet für das Zertifikat „Klimabewusste Fortbildung“ neun Kriterien mit jeweils bis zu zwei Punkten.
Unser Veranstaltungskonzept erfüllt alle Kriterien vollständig und erreicht damit 18 von 18 möglichen Punkten. Für uns ist dabei nicht die Punktzahl das eigentliche Ziel. Entscheidend ist, dass die dahinterstehenden Maßnahmen im Lehrgangsalltag selbstverständlich werden.
Unsere Highlights im Überblick
Gut erreichbar: Die Seeburg in Kiel ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Vom Hauptbahnhof gelangen Sie mit dem Bus in die Nähe unseres Tagungsortes.
Passende Kurszeiten: Bei Beginn und Ende unserer Veranstaltungen berücksichtigen wir die An- und Abreise mit Bahn und Bus.
Digital von Anfang an: Einladungen, Anmeldung und organisatorische Unterlagen laufen digital.
Wissen ohne Papierstapel: Wir nutzen digitale Skripte und Online-Evaluationen, Informationen auf Bildschirmen und per QR-Code sowie plastikfreie Namensschilder.
Regional und saisonal: Bei der Auswahl der Lebensmittel achten wir auf Herkunft und Jahreszeit.
Vegan genießen: Wir setzen bewusst auf veganes Essen. Pflanzliche Küche gehört zu unserem Fortbildungskonzept. Lassen Sie sich überraschen, die meisten Teilnehmer*innen merken bis zum letzten Tag nicht, dass sie vegan essen.
Mehrweg konsequent: Geschirr, Becher und Besteck verwenden wir ausschließlich als Mehrweg. Helfen Sie mit: Nicht jeder Kaffee braucht eine frische Tasse ;)
Abfall vermeiden und trennen: Unsere Organisation umfasst ein Konzept zur Abfallvermeidung und zur getrennten Entsorgung.
Wissen statt Werbegeschenke: Wir verzichten auf Giveaways. Mitnehmen sollen Sie neue Fähigkeiten, gute Ideen und wertvolle Kontakte.
Diese Maßnahmen entsprechen den neun bewerteten Kriterien des Zertifizierungsantrags.
Veganes Essen: eine bewusste Entscheidung, die schmecken soll
Gutes Essen gehört für uns zu einer guten Fortbildung. Die Mittagspause ist Zeit zum Genießen, Durchatmen und für Gespräche mit den anderen Teilnehmer*innen und unseren Dozent*innen.
Mit unserer veganen Verpflegung möchten wir zeigen, wie gut Genuss und ein bewusster Umgang mit Ressourcen zusammenpassen. Pflanzlich ausgerichtete Ernährung kann dazu beitragen, die Umwelt- und Klimabelastung unserer Ernährung zu verringern.
Für uns ist das ein guter Grund, bei der eigenen Veranstaltung konkret zu werden. Dabei soll niemand einen Vortrag über den eigenen Speiseplan bekommen. Wir möchten mit gutem Essen überzeugen: abwechslungsreich, schmackhaft und mit Freude an pflanzlicher Küche. Die Auswahl regionaler und saisonaler Lebensmittel ergänzt diesen Ansatz.
Unsere Haltung endet nicht an der Tür zum Seminarraum. Sie darf auch beim gemeinsamen Essen erkennbar sein.
Bewusst geplant: mehrere Module, weniger Anreisen
Unsere Termine sind so aufeinander abgestimmt, dass sich mehrere Module miteinander verbinden lassen. Wer diese Möglichkeit nutzt, kann zusätzliche An- und Abreisen vermeiden. Das verbindet fachliche Vertiefung mit einer sinnvollen Reiseplanung.
Gleichzeitig stehen wir zu unserem Präsenzkonzept. Praktische Fertigkeiten gemeinsam trainieren, Entscheidungen diskutieren und Zusammenarbeit unmittelbar erleben: Dafür schaffen wir bewusst Raum. Unser Ziel ist, diesen fachlichen Wert mit einer möglichst ressourcenschonenden Organisation zu verbinden.
Maritime Praxis braucht keine Fortbildungskreuzfahrt
Wir bereiten auf medizinische Verantwortung auf See vor. Dafür wählen wir bewusst einen Standort an Land: In Kiel verbinden wir geeignete Unterrichts- und Trainingsräume mit der Expertise unserer Fachdozent*innen und dem unmittelbaren Zugang zur maritimen Arbeitswelt.
In Modul 1 ergänzen fachlich konzipierte Schiffsbesichtigungen das Lernen. Dabei geht es um das Schiff als Arbeits- und Lebenssystem, einschließlich Brücke, Maschinenraum, Werkstätten, Crewbereichen und medizinischen Einrichtungen. Unser Maßstab ist der fachliche Erkenntnisgewinn, nicht das touristische Erlebnis. Eine Kreuzfahrt ist dafür nicht erforderlich.
Auch das Zertifizierungsverfahren schließt Veranstaltungen auf Kreuzfahrtschiffen oder an ausschließlich per Flugzeug erreichbaren Orten von der Anerkennung aus.
Klimabewusst heißt nicht klimaneutral
Das Zertifikat bewertet organisatorische Maßnahmen. Es ersetzt keine vollständige Treibhausgasbilanz und ist kein Nachweis einer klimaneutralen Veranstaltung.
Diese Unterscheidung ist uns wichtig. Auch unsere Fortbildungen benötigen Energie, Materialien und Mobilität. Wir versprechen deshalb keine Veranstaltung ohne ökologischen Fußabdruck. Wir wollen vermeidbare Belastungen reduzieren und dort sorgfältig entscheiden, wo wir Einfluss haben.
Die volle Punktzahl bedeutet für uns nicht, dass es nichts mehr zu verbessern gibt.
Eine Haltung, die sich im Alltag zeigen muss
Wir verstehen die Zertifizierung als Verpflichtung, unsere Entscheidungen weiter zu überprüfen. Dabei helfen uns auch die Erfahrungen unserer Teilnehmer*innen, Dozent*innen und Kooperationspartner*innen. Hinweise auf vermeidbaren Materialverbrauch, bessere Abläufe und praktikable Alternativen sind ausdrücklich willkommen.
Wir wollen gute medizinische Versorgung ermöglichen und unsere Fortbildungen so organisieren, dass dieser Anspruch auch im Umgang mit Ressourcen erkennbar wird.